Horta, Faial (Azoren)

Horta, Faial

Kaum ist der Anker der ZEEVONK gefallen, geht er auch schon wieder hoch. Der Kpt. der STYRR hat den Kat mit seinem kraeftigen Dingi laengsseits genommen und bugsiert die ZEEVONK tiefer in den Hafen. Dann holt er uns und wir machen an seinem 80 Jahre alten schoenen Kutter laengseits fest: “Hier seid ihr erst mal sicher. Habt ihr das Wetterfax gesehen? Morgen geht das hier zur Sache. Jetzt gibt’s erst mal einen Kaffee”.

Martin von der STYRR

auch gut, wenn sie nicht laufen

Mit der Front am naechsten morgen kommt auch ein Hafenmeisterkommando und bittet uns hoeflich, die Kaimauer freizumachen, es kaeme ein Frachter. Wir wuerden ja gerne, versichert der Kpt. der STYRR, aber die Maschinen seien kaputt. Die eine ganz und von den beiden Rolls Royce Motoren der STYRR laeuft nur die Stb. Maschine. Bei dem Wind kann die STYRR als  Paeckchen und mit nur einer Schraube nicht ablegen.

Ein Schlepper wird gerufen, wir kurven mit ihm durch den Hafen und suchen eine Loesung. Am Ende loest sich alles in Wohlgefallen auf und wir bleiben, wo wir sind, die Fischkutter an der Kaimauer werden zusammengeschoben und der Frachter (voll beladen mit einem ganzen Schwarm riesiger Thunas) quetscht sich in die freigewordene Luecke.

Dann geht’s richtig los und wir sind froh, dass Martin das Raeumkommando durch seine entspannte schweizer Art weichgekocht hatte. Was nicht wirklich fest sitzt, fliegt jetzt weg. Boote gehen auf Drift und verklumpen. Eine Yacht kuendigt sich via VHF an und erkundigt sich nach der Situation im Innenhafen. Kurz darauf funkt sie ein Mayday. Waehrend der Obermaat Christoph von der STYRR auf der anderen Seite des Hafens mit ansehen muss, wie sie auf die Rockies geht und fast kentert, reisst Martin den Sarterzug aus der Motorhaube des Dingis. Wir koennen uns unser Oelzeug wieder ausziehen. Die Crew wird wenig spaeter vom Tugboat abgeborgen. (Bilder gibt’s auf der Seite von IIngrid und Ingvar, der SY FRI FLYT, die an uns festmacht)

schnelle Luft im Hafen von Horta

 

 

Am naechsten Morgen haengt der Yacht-Kadaver im Travellift. Kein schoener Anblick: Viel ist nicht heil uebrig geblieben. Ein Fall ist um die zerschlagene Schraube gewickelt, die Ankerkette fehlt, was Baende spricht. Zu allem Unglueck ist das Heim des Paares unversichert.

 

 

This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>