Bayona III

Bayona,
Datum: Donnerstag, 01.09.2011
Position: 42°07’14N 008°50’44W

Wir liegen noch in der gut geschuetzten, fast kreisrunden Bucht vor Bayona und warten auf den Portugal Norder. Um uns herum schwoien die NUBIA, die BUMBLE BEE und die THOR gleichmaessig wie auf Kommando um ihre Anker. Die RÖDE ORM fehlt. Der Kpt. hat sich und seine Crew ans Stromnetz in den Hafen verholt und beim Schiffsausruester erst einmal ein Schlauchboot bestellt. Zwei Meter und dreissig lang, gut einen Meter und fuenfundsechzig Zentimeter breit und 400 Kilo Auftrieb. Respekt!

Fuer die Nacht sind Gewitter und Schauerboeen angesagt. Wir gehen noch einmal Ankerauf und bringen uns vor einer Kunststofftonne in Sicherheit, die dem Heck der HITCH-HIKE-HEIDI etwas zusetzt und ihren algigen Schleim an der Bordwand abreibt. Ein kleiner Hollander slippt ueber den Grund auf uns zu. Unser Haken wird in sicherer Entfernung bombenfest in den Grund gezogen und etwas mehr Kette gesteckt.

Spaeter sitzen wir alle am kleinen Strand unter der Burg und glotzen in die kitschig-rote Sonne, die sich wie jeden Abend theatralisch in einem verschleierten Meer ertränken will. Voller Mitgefuehl halten wir fuer den dramatischen Moment eine Batterie kalter Getraenke der unterschiedlichsten Couleur zwischen den Felsen bereit. Der Inhalt einer Tuete tiefgefrorener Tintenfischchen aus dem Supermarkt muss sich den Grill mit 43 kleinen Sardinen teilen, die Tiger der BUMBLE BEE gefangen hatte. 1A bush tucker. Jo und Li zuckeln dann irgendwann mit den grossen Maedels der ROEDE ORM ab. Als wir dann unsere Kleinen abholen wollen, bringen wir es nicht uebers Herz, die beiden aus ihren kuscheligen Kojen zu entfernen und ueberlassen sie der Obhut von Julia und Stefan.

In der Nacht jault die Bremse des Windgenerators, der auf 20 Amps maximale Ladeleistung eingestellt ist. Rekord! Der Kpt. zählt und kontrolliert die Anordnung der umliegenden Boote. Steife Brise, aber alles wie es sein soll. Der winzige Hollaender hat sich in den Hafen verzogen.

Die Kinder waren von der 1. Nacht auswaerts begeistert. Besser haette es gar nicht sein koennen, richtig toll! Dass Jonne am naechsten Morgen kieloben neben der Koje lag und Line einen fuerchterlichen Alptraum hatte (die Mama wurde von einem Monster geklaut), schien den beiden wenig ausgemacht gemacht zu haben.

Wir haben seit Tagen leider keinen Internetzugang mehr und funken die Blogs via Pactor.

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