Atlantik 6 – Perfekter Tag, Start der FARC

Datum: 22.12.2011, Position: 14°59,54N 038°50,40W

Distance to Barbados: 1213nm

TIME: 2011/12/22 21:07 LATITUDE: 14-59.55N LONGITUDE: 038-51.18W COURSE: 270T SPEED: 6.5 MARINE: YES WIND_SPEED: 15 WIND_DIR: ENE SWELL_DIR: NE SWELL_HT: 0.5M CLOUDS: 0% BARO: 1014 TREND: 1 COMMENT: Perfekter Tag

Auszug aus dem RANCHO-Blog: „Die Hitch-Hike-Heidi (120sm voraus) plant einen kleinen Fisch-Wettbewerb. So ganz kann ich mich da noch nicht dafuer begeistern. – Muessen wir die denn dann alle gefangenen Tiere auch essen ? Wir hatten nach der riesen Goldmakrele extra die Angel eingeholt, da der Eiweissbedarf fuer mehrere Tage gedeckt war. Und zwei fliegende Fische, die ich nicht gleich entdeckt hab, fingen hinter den Fendern (warum haben wir die ueberhaupt noch ?!?) ganz ordentlich zu stinken an – bis ich sie dann in der Mittagshitze ueber Bord befoerderte. Auch dieser Zwischenfall steigert den Fisch-Appetit nicht gerade.“

David, die F A R C hat auch fuer euch schon begonnen, Eiweissvergiftung hin oder her. RANCHO, KIRA und NUBIA, ihr seid bereits kollektiv gemeldet. Die Meldegebuehr uebernehmen wir, also macht euch deswegen mal keine Sorgen. Dein Fisch zaehlt auch. Vielleicht war er ja noch gar nicht ganz tot.

Nein, David, essen musst du die gefangenen Fische nicht. Aber die Fische, die in die Wertung eingehen sollen, muessen bei Nichtverzehr mitgebracht werden (hahaa-a). Wuerde sagen, ueber die genauen Regeln machen wir uns dann nach dem Zieleinlauf Gedanken.

Waschtag. Jonne werden die Haare geschnitten (der Arme) und die Deck-wash-down Dusche geht an. Die 10 Ampere lohnen sich. Line und Jonne sind seit Anbeginn superlustig drauf und beiden sind definitv krummere Seebeine gewachsen als uns Alten.

Seit Wochen wird eine fuer die Kinder schier unertraegliche Weihnachtsspannung aufgebaut. Das Boot wird mit selbstgebastelten Sternen und lustigen Engeln geschmueckt, die 20cm hoelzerne Weihnachts-BAUM-Ueberraschung bleibt noch im Geheimversteck.

Nahrungsbeschaffung. Wir haben die Fischwaffe an die Grossbaumnock gehaengt, um die Schnur vom Schleppgenerator freizuhalten. Mit zwischen 6-7 mal 8kn Fahrt unter Blister gehen wir heute mal auf sportliche Fische. Wenn einer beisst, soll die Schnur mit dem Bootshaken zum Schiff geholt und der Fisch dann per Hand angelandet werden – was dann auch prompt geschieht: Der Paravan wandert seitlich aus (bei uns das Zeichen dass einer gebissen hat) und dann springt achtern ein grosser Fisch aus dem Kielwasser. WOW. Was fuer ein Tier! Wir haben weder ein Bestimmungsbuch noch eine Ahnung, um was fuer einen Fisch es sich hier handelt. Die WALKABOUTS hatten jedenfalls auch so einen gefangen. Das Tier ist unglaublich schoen, relativ flach, hat eine langgezogene Rueckenflosse, einen grossen, gewoelbten Kopf und sie schillert bis zum traurigen Ableben gold-blau und gruen mit schwarzen Punkten. Wir nennen den Fisch deshalb zunaechst „Goldmakrele“ und dann „lecker Abendessen“.

Der Fisch macht einen Riesenradau im Cockpit. Zu Recht, er ahnt unsere Absicht und ward verstimmt: Er beisst den Kpt. in den Fuss. Die Kinder entwickeln Mitleid, (mit dem Fisch) wir Grossen auch. Wir bedanken uns wie immer in Indianermanier bei dem Fisch und dann geht ein blutiges Massaker los. Ein Teil wird fuer den Cockpitgaskocher filetiert, der Rest wird in einer brutalen Oel-Essig-Zitronen-Lauge eingelegt, die die Proteinketten aufbrechen und das Filet haltbar machen soll.

Mahi Mahi

Spezie des Fisches: gold-gruen schimmernde Wochenration
Laenge: 89cm Gewicht: 4,5 Kilo (unglaublich! Wie riesig muss denn das 7kg Monster der RANCHO gewesen sein?)

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