Saline Island

 

Die Crews der NUBIA und die der TIMPETEE heuern auf der HITCH-HIKE-HEIDI an und gehen mit dem Kpt. un sin Fru ankerauf. Wegen des schnell heiss laufenden Motors geht es nur sehr gemuetlich unter Maschine um die Suedwest-Spitze von Carriacou herum zur nur drei Meilen entfernten Saline Island; vorbei an phaenomenalen Felsformationen, am buckeligen walartigen Mushroom-Rock, aus dessen Loecher am felsigen Rand Wasserfontaenen aus Blowholes aufsteigen, .

Unsere Reise ist nach dem Prinzip der Steigerung angeordnet, denn immer wieder durchschlaegt die absolute Schoenheit der Palmeninseln und der weissen Straende die mittlerweile bis hin zur partiellen Blindheit abgestumpften Netzhaeute des Kpt. un sin Fru. Das tut aber gar nicht weh. Finden die Bilder zwischen dem eigenen wilden Gekraut im Kopf einen ruhigen Sandpatch, daemmert die Besinnung fast wie ein Morgen in Daenemark (ach, die Jefuehle): Gott – oder wer wie schoen! Das sind Bilder aus Traeumen, aus Buechern wie  „Die Schatzinsel“, „Robinson Crusoe“, oder aus dem alten ZDF Abenteuerfilm „Zwei Jahre Ferien“, nur in Farbe. Ja, warum nicht zwei Jahre.

Zwischen dem Riff und dem weissen Sand der Insel laeuft eine stramme Stroemung. Wir bringen den zweiten Alu-Plattenanker mit dem Dingi aus und ein Teil der Mannschaft nimmt die Unterwasserwelt umgehend in Angriff. Der letzte Hurrican hat dem Riff, wie fast ueberall hier stark zugesetzt. Es ist nicht tot, aber auch noch nicht ganz wieder intakt. Ein Schwarm kleiner Tunas verwirren den Kpt. unter Wasser; er kann sich nicht entscheiden und geht leer aus. Ein Barrakuda haelt Gott-sei-Dank den noetigen Sicherheitsabstand ein. Glueck gehabt, hat er, der Barrakuda. Aber der Skindiver sucht ganz andere Tiere. Eine leckere Lambi-Schnecke wird hochgetaucht.

Line und Jonne sind grosse Freediver geworden. Anna und dem Kpt. sin Fru finden einen guten Einstieg ins tuerkisfarbene Meer und dann geht’s unter Wasser. Die Kinder kriegen sich gar nicht wieder ein und jauchzen vor Freude durch den Schnorchel. Als Jonne allerdings ein wenig spaeter einen der weissen Seeigel entdeckt und von ihm massiv bedroht wird, ist es aus mit dem Mut. Papas rettender Ruecken wird aus dem Wasser heraus torpedoartig angesprungen. Respekt, mein Kleiner, sowas schaffen sonst nur die Pinguine im Eismeer.

 

  Das zerfallene Haus der John Family

Das schoene Eiland steht zum Verkauf. Das kleine Holzhaus der John Family ist halb zerfallen und verlassen, der einzige Bewohner John 1950 verstorben. Sein mit grossen Lambi-Conchas umrahmtes Grab liegt unweit des Strandes im schoensten Garten der Welt, wie es auf dem Grabstein heisst. (Nanu? Nein, das kann nicht sein. Ist das der Mann, der sich von Kokosnuessen ernaehrt hatte und bei Sturm und Hochwasser in die Palmwedel hochgeklettert ist ?  – Ne der hiess Tom, oder? Schade. Als Kind hatte ich (war’s in Hausners TABOO  I?) die Geschichte gelesen und in meinen geheimen Kanon der heiligen Schriftfragmente aufgenommen…

Naja, das waere ja nun auch fuer den Kpt. schwer nachvollziehbar gewesen, wuerde er sich und seine Familie in einem seiner Buecher wiederfinden.)

18 Stiche. Der Fuss des schwer verwundeten Kpt. der TIMPETEE

 

Am Abend gibt’s Salate und gekuehltes Bier am Strand, wegen der Sandflies stehend im knoecheltiefem Wasser. Saline Island, wir wuerden dich trotzdem kaufen. …

Toller Tag! Noch besser als ein Tagesausflug in die Harburger Berge!

 

 

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Drei Bilder noch vom Strand in Tyrell Bay. Wir kommen im Uebrigen unserem Problem mit der Maschine so langsam auf den Grund. Wer wissen will, wie es in unserem Waermetauscher aussah, muss mal unter der Rubrik WERKBANK reinschauen! Fuer unseren gebrochenen Gewindebolzen fuer die Spannschraube der D2 haben wir uebrigens Ersatz bekommen. Also da stimmt wieder alles.

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