Marin, Martinique II

Marin, Martinique

Sieht man mal von den beiden airconditioned Supermaerkten und den drei Bootsausruestern ab, gibt es hier genau einen Punkt an Land, an dem man sich laenger aufhalten moechte – und das ist die auf Dalben stehende Mango Bar, wo aus den Spalten zwischen den Bodenbrettern hellgruenes Hafenwasser leuchtet. Das finden hier alle. Und so kommt’s, dass sich die Segler auf-langer-Fahrt und auf-lange-vor-Anker hier puenktlich zur Happy Hour einfinden. Man erfaehrt hier so das Wichtigste: Bei Bobby hat’s auf dem Boot gebrannt, die Deutschen lieben ihren Buegelanker und Gauk ist Bundespraesident. Das Ganze kostet dann nur 10 Bier fuer die Runde, zum halben Peis. D.h. man bestellt 5 Bier und bekommt 10. Wer 10 im Glauben bestellt, er zahle nur die Haelfte bekommt 20. Lustiger Abend.

Tachs drauf treffen wir zu unserer grossen Freude Katja und Ben von der CALISTO, die wir das letzte Mal in Gran Tarajal auf Fuerte gesehen hatten. Stunden spaeter sitzen dann alle inkl. Otto von der EISBAER III, und Sabine und Gerd von der STURMVOGEL bei uns zum Sundowner im Cockpit. Otto bringt uns seinen alten DOYLE fuer die Leewards mit (hier sind naemlich alle ausverkauft) und Sabine und Gerd ueberlassen uns ihr IRIDIUM Satellitentelefon fuer die Ruecktour. Sie hatten das Geraet fuer die Atlantikueberquerung gekauft, lassen ihr Boot aber in der Karibik. Wir sind ganz geruehrt von dem Vertrauen, das uns die beiden zuteil werden lassen.

Arbeitstag. Einkaufen. Die Lackierarbeiten vom Vortag sind alle gut geworden. Trotz der naechtlichen Sturzbaeche uns entsprechender Feuchtigkeit. Die Kunststoffhuelsen der schwergaengigen Gas- und Gangschaltung haben irgendwann mal Oel abbekommen und sind aufgequollen. Der Steuerstand wird zerlegt, die Huelsen aufgerieben und alles wieder zusammengebaut. Jetzt laeuft alles wieder ganz butterweich. Das Kuttersegel, das sich am Kopf in den windreichen Buchten aufschamfilt hat (im Segelsack an Deck), wird fuer den Segelmacher vorbereitet, damit er nur noch druebernaehen muss. Bezahlt werden will er dafuer nicht. Aber er bekommt trotzdem 10 EUR unter unter den Naehfuss geklemmt.

 

Arbeitstag. Und gleich eine gute Nachricht zum Start: Die Navtec turnbuckles sind endlich da! Die Operation Wanten auswechseln laueft an. Wir bekommen darueber hinaus alle Ersatzteile fuer die Maschine (4 Diesel Feinfilter, 4 Oelfilter, und 1 Oil pressure switch, den wir norduerftig repariert hatten)

- und vom Rigger Oliver kriegen wir den Wink, dass eine der begehrten Boxen vor den Rodriggern frei geworden sei. First come, first serve. Wir gehen sofort ankerauf und rammen uns in die Box vor den Containern. Nach 2 Std. Arbeit im Mast liegen die alten Wanten auf dem Deck. Leider auch fast zwei Finger, die sich der Kpt. beinahe im Topp im Bootsmannstuhl abgeschnitten hat. Die Steuerfru fiert sin Kpt. zusammen mit den blutenden Fingern an einem Stueck aus dem Rigg und troestet ihn ein bisschen. Die verletzten Finger werden verbunden und in Lederfingerlinge gesteckt, dann geht’s ab zur Geburtstagsparty von Bauke auf der hollaendischen SY BO. Schoener und ergebnisreicher Tag.

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- Jonne und Line spielen Jacques Mayol aus dem Film Le Grand Bleu, den sie auf einer aufgespannten Leinwand am Strand in der Cumberland Bay gesehen hatten.
Moin Achim, wir denken an dich und deine Maedels!! Dem Jungen entgeht kein Detail: Die Nasenklammer muss auf die Nase, sie muss angebunden sein und einer muss mit den Fingern von fuenf auf null zurueckzaehlen. Die Null muss eine Faust sein. Dann wird die Luft angehalten, bis was platzt…

- In der Hand des Kpt.: Ein No-see-’em Mosquito
- ship that came to grieve on a close by reef…
- yole sailing
- verbogener Turnbuckle/Stud
- Frueh uebt sich: Telefonistin

 

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One Response to Marin, Martinique II

  1. SY jaja says:

    Aha, das klärts. Wir waren gestern noch auf der Suche nach Euch beim Trockendock und haben ein paar deutschen Nationale gefunden aber keine HHH.

    Unser UV Strip ist bereits geflickt – der Segelmacher in der Mall ist schnell aber ein 1a Halsabschneider. Wir gehen wieder nach St Anne, da kann man wenigstens beim Baden noch den Anker erkennen und es gibt wenigstens nen Windhauch. Auf unserer Seite der Bucht ist es nämlich ein klein wenig schwitzig.

    Falls Ihr da zwischenstoppt, einfach anklopfen. Ansonsten sehen wir uns bestimmt noch auf dem Weg nach N.
    Bis dann
    SY jaja
    (die vermutlich letzte Lagoon 410 mit Lazybag & Bimini in ausgelutschtem Türkis der späten 90er)

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