Antigua – Shipshape

Jolly Harbour, Antigua

Wir machen klar Deck und bereiten uns auf eine lange Zeit auf den Atlantik vor. Wir tendieren dazu, direkt (oder einen grossen Bogen) zu den Azoren zu segeln, falls die Grosswetterlage das zulaesst. Die direkte Route ist mit knapp 2100 Meilen theoretisch 500 Meilen kuerzer, als zunaechst Kurs nach Norden abzusetzen und einen Umweg ueber die Bermudas zu machen (knapp 1000sm Entfernung). Ein Problem kann der Kalmenguertel sein, in dem schwache Winde vorherrschen, bis wir in hoeheren Breiten wieder mit Westwinden rechnen koennen.
Soweit die lose Strategie.

Wir bunkern also viel Wasser und extra viel Diesel, d.h. wir fuellen unsere Ersatzkannister auf und laschen sie an die Reling. Das Rigg wird noch einmal gecheckt, das Unterwasserschiff geschrubbt, das frische Gemuese gewaschen und die Eier werden mit Vaseline eingeschmiert, um sie etwas haltbarer zu machen (alle zwei Tage drehen… soll helfen, mal schaun, was es bringt. Mit den Huehnereiern im Kuehlschrank machen wir dasselbe.)
Unmengen Proviant wird von Verpackungen befreit und verschwindet in den Schapps und unter den Bodenbretter. Und dieses Mal wurde so viel eingekauft, dass unser Jonne garantiert nicht in den letzten Tagen auf dem Atlantik (zu seiner grossen Freude!) Erbsen oder Mais aus der Dose fruehstuecken muss…

Ein Kardel unseres Kutterstages steht leicht aus dem Drahtverbund hervor, ist aber noch nicht aus dem Terminal gebrochen. Es ist nur ein Hauch aufgeworfen, aber es ist doch immer das Ernstnehmen der Ahnung, was Probleme verhindert. Also auch auswechseln. Leider haben wir das schadhafte Stag erst hier in Antigua entdeckt und nicht in Marin. Womoeglich haben sich die Vorboten eines (moeglicherweise) bevorstehenden Bruches auch erst vor kurzem entwickelt, wer weiss. Zu dumm, denn in Marin waere ein Auswechseln gar kein Problem gewesen. Hier in Jolly Harbour gibt es keinen Rigger und der einzige Ausruester vor Ort, Budget Marin, hat keinen Draht im Sortiment.

Wir verabreden uns mit Ashley von A & A Rigging (aus Falmouth im Sueden der Insel), der hier gerade zu tun hat.. Netter Typ, vernuenftige Preise und wenn alles so klappt, wie er verspricht (no tomorrows! No surprises, please!), koennen wir auf alle Faelle noch vor Donnerstag nach Barbuda starten. Dort koennte es dann mit einem Internet access allerdings schwierig werden…

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Das Stag ist da und angeschlagen. Alles tipp-topp!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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2 Responses to Antigua – Shipshape

  1. Timpetee says:

    ….stimmt wat soll dat alles noch. AB NACH HAUSE ;-) Nur müsste der Wind jetzt noch mal angehen, sonst wird dat nichts mit dem Segeln….Liebste Grüße eure Timpetee

  2. verfeuert den diesel nicht zu früh! bis im englischen kanal hoffentlich. alles gute von der nubia

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